Wundertor des Tages

Fussball im Fernsehen täuscht ja ab und an ganz gerne. Fussball ist ein einfaches Spiel, also kommt einem oft das, was die Profikicker da im Fernsehkasten abliefern, garnicht so unmenschlich vor. Pass in den Lauf bekommen, Ball am Torwart vorbei, Tor! Stürmer lauert im Strafraum, Ball kommt von außen, rollt am Torwart vorbei, Stürmer hat nur noch leeres Tor vor sich, drin! Sieht ja garnicht so schwer aus.
Und so kommt es dann auf der heimischen Couch oftmals zu Selbstüber- und Fremdunterschätzung: Weiterlesen

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GARRINCHA

Manoel Francisco dos Santos, so Garrinchas eigentlicher Name, wurde 1933 in Pau Grande bei Rio de Janeiro geboren.

Und schon nach diesem einen Satz ist es genug mit der herkömmlichen Fussballer-Biografie-Sprache a lá „Er fing bei FC X das Fussballspielen an und schoss Y Tore…“, denn Garrincha war kein herkömmlicher Sportler. Zu aussergewöhnlich, unglaublich, schön ebenso wie tragisch sollte dafür sein Leben verlaufen. Weiterlesen

Alle auf Sercan!

Ein türkisches Talent hat (angeblich) das Interesse europäischer
Spitzenvereine und (ganz sicher) das Interesser türkischer Spitzenvereine geweckt. Sercan Yildirim ist zum einen die neue Hoffnung des türkischen Fussballs, zum anderen ein Paradebeispiel für das Wetteifern der Istanbuler Großclubs und die Sensationsgier türkischer Medien.

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Schuss, „Gooool“

Escobar.

Wer sich mit Kolumbien befasst, wird unweigerlich auf diesen Namen und die dazugehörigen Assoziationen stoßen.
Pablo Escobar.
Mafiapate, Drogenkönig, Mörder, Tod. Alles bekannt.
Ein Name, der durch seinen Träger und dessen zugehörige Lebensgeschichte stellvertretend für all das steht, was in diesem Land seit Jahrzehnten schief läuft.

Andrés Escobar, der gestern vor 15 Jahren ermordete Fussballer, soll hier nicht als eine Art symbolischer Widerpart seines Namensvetters verklärt werden, als ein Heilsbringer, der in der Lage dazu gewesen wäre, diesen verschmutzten Namen und damit das Ansehen seines Landes vollständig reinzuwaschen.

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Die Sache mit den Scheichs

Mit dem Nahen Osten hatten wir Fussballverfolger bis vor kurzem wenig am Hut.

Katar, Vereinigte Arabische Emirate, Kuwait? Das war fussballerisch gesehen das Gleiche wie Zypern, Kongo oder Neuseeland, nämlich; Niemandsland.

Ab und zu hörte man von alternden Ex-Stars, die ihren Leistungszenit nur noch aus dem Fotoalbum kannten und aufgrund ihres Namens und ihrer Berühmtheit in die Wüste geholt wurden, um vor dem Ruhestand noch einmal gutes Geld für lockeres Kicken zu verdienen. Das wars.
Die Wüsten-Engagements der Effenbergs und Baslers ließen damals auf den ersten Blick auf zwei Tatsachen schließen: Dort unten scheint irgendwo, irgendjemand viel Geld zu haben und dem Fussball nicht abgeneigt zu sein.

Inzwischen aber hat die Vermutung von damals eine neue Ära im Weltfussball eingeläutet, denn:

Die Scheichs sind da.

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