Der Tod des Justin F.

(Für alle, die diesen Blog hier nicht schon gelesen haben…)

Hat Homosexualität einen Platz im Fussball?
Diese Frage wird seit langem in unzähligen Interviews, Reportagen und Diskussionen behandelt. Dieser Blog wird auch gar nicht versuchen, dieses komplexe Thema in all seine Einzelteile zu zerlegen, denn die Geschichte eines Mannes namens Justin Fashanu sagt darüber genug und viel mehr aus als jede Expertenmeinung.
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Neapel, 1987

Anstatt Ereignisse aus der Vergangenheit im Opa-Modus („Ja der war damals richtig gut“ – „Und dann hat der abgezogen, direkt in den Winkel!“) zu erzahlen, reisen wir einfach mal an Ort und Stelle, und zwar hier und jetzt.
Die Zeitreise geht zum wohl besten Fussballer Zeiten zu seiner wohl besten Zeit, zu Diego Armando Maradona nach Neapel.
Nicht zu dick anziehen, wir landen im Hochsommer 1987 in Süditalien, da wirds heiß zugehen. Jeder an den Plätzen, alle angeschnallt? Dann kanns ja losgehen. Und ab dafür.

18.Mai 1987

Neapel dreht durch.

Die ganze Stadt ist hellblau eingefärbt, es herrscht komplettes Chaos, überall Gesänge, Tänze, Autokorsos, Verletzte gibt es auch schon, nach Polizeiangaben 80 Stück, von denen Einem sogar das Bein amputiert werden musste. Hellblaue Menschenmassen wohin man schaut, der Schlachtruf „Forza Napoli!“ wohin man hört. Was ist denn passiert? Weiterlesen

GARRINCHA

Manoel Francisco dos Santos, so Garrinchas eigentlicher Name, wurde 1933 in Pau Grande bei Rio de Janeiro geboren.

Und schon nach diesem einen Satz ist es genug mit der herkömmlichen Fussballer-Biografie-Sprache a lá „Er fing bei FC X das Fussballspielen an und schoss Y Tore…“, denn Garrincha war kein herkömmlicher Sportler. Zu aussergewöhnlich, unglaublich, schön ebenso wie tragisch sollte dafür sein Leben verlaufen. Weiterlesen

Schuss, „Gooool“

Escobar.

Wer sich mit Kolumbien befasst, wird unweigerlich auf diesen Namen und die dazugehörigen Assoziationen stoßen.
Pablo Escobar.
Mafiapate, Drogenkönig, Mörder, Tod. Alles bekannt.
Ein Name, der durch seinen Träger und dessen zugehörige Lebensgeschichte stellvertretend für all das steht, was in diesem Land seit Jahrzehnten schief läuft.

Andrés Escobar, der gestern vor 15 Jahren ermordete Fussballer, soll hier nicht als eine Art symbolischer Widerpart seines Namensvetters verklärt werden, als ein Heilsbringer, der in der Lage dazu gewesen wäre, diesen verschmutzten Namen und damit das Ansehen seines Landes vollständig reinzuwaschen.

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