Das wars!

Richtig, das wars hier. Der Laden ist dicht. Die Hand Gottes sagt ade. Dieser Blog hier wird gelöscht.

Doch, halt! Wo das eine niedergeht, wird das andere zum Leben erweckt.
Es war von Anfang an von mir so geplant, das ich hier mich erst einmal ein wenig austobe und dann meinen „richtigen“, eigenen Blog auf eigener Adresse starten werde..Und jetzt ist es soweit, und zwar hier: http://www.el-futbol.de

Ich schlage mich noch mit allerlei Layoutproblemen und Gestaltungsfragen rum, aber das Ding steht und ist online, und das ist doch schonmal was.
Ab jetzt werde ich also auf meiner neuen Seite bloggen und schreiben. Aufmerksame Leser werden schnell merken, dass dort bisher größtenteils bereits hier erschienene Artikel zu sehen sind, die von mir hochgeladen wurden, damit das Ding nicht so leer ausschaut. Doch ab jetzt kann und wird es also los- bzw. weitergehen.
Falls es jemanden gibt, der diese Seite hier verlinkt hatte und von mir noch nicht angeschrieben wurde bzw. diese Worte hier liest, bevor er von mir angeschrieben wird, so möchte ich denjenigen bitten, den Link entsprechend zu ändern.

Ich werde diese Seite nach einiger Zeit löschen, jetzt lasse ich sie aber erstmal noch stehen.
So, das wars. Jetzt alle rüber zum neuen Ding! Wir sehen uns.

Zuordnungsprobleme

Bald ist sie da, die WM. Ich freue mich. Freue mich auf die Spiele, die Tore, die Public-Viewings, all die Sachen, die das einzigartige WM-Gefühl entstehen lassen. Die Welt wird sich wochenlang nur um unseren geliebten Ball drehen, wenn sie das nicht schon lange tut.

Jetzt gibt es aber ein Problem: Die Türkei ist nicht dabei. Bei all der Euphorie, bei all der Vorfreude muss ich also immer im Hinterkopf behalten: mein Vaterland schaut nur zu. Jetzt ist die Frage, für mich wie für Millionen anderer Türken, die hier geboren und aufgewachsen sind: Sind wir für Deutschland? Fiebern wir mit den Deutschen mit? Dürfen, können wir das überhaupt? Weiterlesen

Totti sieht Rot

Francesco Totti ist beim AS Rom als gebürtiger Römer und langjähriger Kapitän eine Legende. Der geneigte Fussballbeobachter weiß aber auch schon seit Jahren: Der Francesco dreht ab und an mal ganz gerne durch. Spucken, Schlagen, Treten – alle Randaliermöglichkeiten, die es so auf dem Rasen gibt, packt Totti immer wieder in schöner Regelmäßigkeit aus. Trotzdem hatte ich nun schon eine ganze Weile von ihm nichts mehr gehört, gestern beim italienischen Pokalfinale saß er zunächst nur auf der Bank. In der zweiten Halbzeit kam er dann ins Spiel, und siehe da, Totti war wieder ganz der Alte und flog kurz vor Anpfiff gepflegt vom Platz. Aus aktuellem Anlass also, sind hier die Highlights aus Tottis Eskalationsgala: Weiterlesen

Wundertor des Tages

Fussball im Fernsehen täuscht ja ab und an ganz gerne. Fussball ist ein einfaches Spiel, also kommt einem oft das, was die Profikicker da im Fernsehkasten abliefern, garnicht so unmenschlich vor. Pass in den Lauf bekommen, Ball am Torwart vorbei, Tor! Stürmer lauert im Strafraum, Ball kommt von außen, rollt am Torwart vorbei, Stürmer hat nur noch leeres Tor vor sich, drin! Sieht ja garnicht so schwer aus.
Und so kommt es dann auf der heimischen Couch oftmals zu Selbstüber- und Fremdunterschätzung: Weiterlesen

Die Kunst des Abgangs

Die Auswechslung ist an sich ein unspektakulärer Prozess: Spieler A geht, Spieler B kommt. Doch nicht jeder Abgang ist gleich, und die Art des Spielfeld-Verlassens sagt oft einiges über den ausgewechselten Spieler und das laufende Spiel aus. Weiterlesen

2 Feinde

Ich war 18, er war schon Mitte 30. Wir spielten im selben Team. Sein Name war Rolf.
Wir waren zwei Gegensätze in Kickschuhen: er der Familienvater, der jeden Tag Nachtschicht schafft und für den Fussball noch der traditionelle Fussball ist: harte Arbeit, immer auf die Knochen, die eigenen seit Jahrzehnten auf Dorfsportplätzen hingehalten, dem Gegner immer schön eine mitgeben, egal ob Spiel oder Abschlusstraining. Ich dagegen der junge Frischling, für den Fussball immer noch das Spiel von der Straße ist, das mit den Kumpels zusammen gelernt wurde, für den die damals geltenden Regeln immer noch von Bedeutung sind: Fussball ist ein schönes Spiel, also soll mein Spiel auch schön sein. Dribbeln, gerne und oft ins 1-gegen-1, Spielertyp Mimose, die es nicht gern hat, wenn ihm jemand auf die Socken steigt. Wir gerieten im Training oft aneinander, er, der Klopper und ich, der Feingeist, wen wunderts. Ich hatte nichts gegen ihn, doch ich konnte auch nicht viel mit ihm anfangen. Er redete ständig über seine nächtliche Bandarbeit, er erzählte dumme unlustige Witze, er lachte über sie. Weiterlesen