Messi.

Fussball ist Alltag.

Alle Infos, alle Details, Nachrichten, Gerüchte, Spielerporträts, sind heutzutage im Internet in ein paar Sekunden verfügbar, für jeden, den es interessiert.
Bei soviel Fussball werden Ungewöhnliche Dinge schnell zur Normalität, das Unglaubliche zur Gewohnheit. Da ist es mitunter schwer, den Blick für das Wesentliche zu bewahren und jenen als solchen zu erkennen.

Gewöhnt haben wir uns deshalb auch an die Messi-Schlagzeilen. „Messi mit erneutem Hattrick“, „Messi schießt Stuttgart ab“, „Der Zauber-Floh“.

Messi ist überall. In Schlagzeilen, in Torschützenlisten, auf Kindertrikots. Dass die Messi-Mania berechtigt ist, steht nicht zur Diskussion, was er zurzeit leistet und mit seinen unglaublichen erst 22 Jahren bisher schon geleistet hat, ist einfach nur überragend. Am vergangenen Wochenende baute Messi also mal wieder ziemlich entfesselt einen Gegner im Alleingang auseinander und erzielte drei Tore, wie das in letzter Zeit bei ihm üblich ist.

Bei soviel Weltklasseleistungen und Überragendheit stellen sich bei mir als Fussballpurist einige Fragen:
Was macht diesen Jungen so gut? Was macht auf höchstem Level den Unterschied aus, was unterscheidet einen Leo Messi beispielsweise von Nicht-Weltfussballern vom Schlage eines Mark van Bommel, Robbie Keane, David Jarolim?

Und hier kommt nun der oben angesprochene Blick aufs Wesentliche ins Spiel. Bei Fussball geht es in allererster Linie um Fussball. Nicht um Weltfussballer-Wahlen, nicht um Youtube-Videos mit den coolsten Tricks der großen Stars, die mit coolen Effekten und cooler Musik präsentiert werden. Auch wenn wir schon im Jahre 2010 leben, Fussball ist aufm Platz. Da bin ich Nostalgiker, da bin ich verbohrter Mittfuffziger, der bei zuviel modernem Schnick-Schnack die Augenbrauen hebt.

Also habe ich das Naheliegendste gemacht: beobachtet. Den Messi. In sovielen Spielen, wie es nur ging. Um mir mein eigenes Bild vom besten fussballerischen Potenzial, dass aktuell auf der Erde herumläuft, zu machen.

Technik:
Sensationell. Die Ballbehandlung ist die größte Stärke des Argentiniers. Gepaart mit dem folgenden, zweiten Kriterium, ist sie das, was die gesamte Spielweise so unwiderstehlich macht. Egal auf wie engem Raum, egal gegen wieviel Gegenspieler, der Ball klebt an seinem Fuß und bleibt auch unter Druck dort. Was zudem auffällig ist, und das ist einer von vielen krassen Gegensätzen zu Cristiano Ronaldo, ist dass ich von Messi noch nie einen Übersteiger geschweige denn überhaupt irgendeinen Trick gesehen habe. Braucht er nämlich nicht. Die enge Ballführung und die vielen, cleveren Körperfinten regeln das auch so.

Schnelligkeit:
Kurze Internetrecherche und die Sache mit der Schnelligkeit ist erledigt. Hier ein kleiner Auszug aus http://www.gutefrage.net:

Wer ist Schneller Messi oder C.Ronaldo?
gefragt von messiking09 am 23.03.2009 um 14:49 Uhr

Weil bei pes 2009 stand da Messi schnelligkeit 89 und Ronaldo 87 also ist Messi schneller oder?

Zwei Punkte mehr als Ronaldo bei Pro Evolution Soccer. Nuff said.
Spaß beiseite, er ist wirklich unglaublich schnell. Sein Trainer Guardiola sagte einmal, dass er der einzige Spieler sei, der mit Ball schneller sei als ohne.

Abschluss:
Sehr Stark. Er hat wohl nicht unbedingt den härtesten Schuss, zumindest kann ich mich an kein 30-Meter-Knaller-Tor Messis erinnern, doch wenn er aufs Tor abzieht, wird es für dessen Wächter in fast jedem Fall gefährlich. Dabei kommt ihm natürlich zugute, als Linksfuß auf der rechten Seite zu spielen. Die am häufigsten vorkommende Torvariante ist folgerichtig das Ziehen nach innen gefolgt von einem platzierten Schlenzer ins lange Eck.

Antizipation:
Ein guter Dribbler muss in jedem Zweikampf wissen, was der Verteidiger denkt und im nächsten Moment machen wird. Außerdem muss er diese zwei Sachen mit seinen eigenen Bewegungen beeinflussen. Messi beherrscht es perfekt. Das ganze drückt sich dann in einem seiner typischen Dribblings aus: in vollem Tempo auf den Gegner zurasen, kurz vor dem Aufeinandertreffen eine Körpertäuschung raushauen, den Gegner in die falsche Richtung und damit ins Leere laufen lassen, ungestört in die andere Richtung den Abwehrspieler überlaufen. Alles in extrem, und damit meine ich wirklich extrem, hohen Tempo.
Unter Antizipation können wir dann auch noch schnell das Auge für den Mitspieler packen. Hat er nämlich. Siehe Einleitung des Pedro-Tors gegen den VFB in der Champions League.

Na, fällt was auf?

Richtig, obwohl ich das Ganze doch so nüchtern es geht beschreiben und einen auf sachlich-objektiven Betrachter machen wollte, bin ich nicht um Lobhudeleien wie „Sensationell“, „unwiderstehlich“, „unglaublich“ herumgekommen.

Was sagt uns das? Messi ist der Größte. Ganz einfach.

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