Rausreden für Dummies

Wer kennt das nicht: man hat Scheiße gebaut und muss sich dafür verantworten. Je nach Fall und Lage also entweder entweder entschuldigen, zu seinem Verhalten stehen oder sich geschickt herausreden.

Das Rausreden hat bei mir nie so gut geklappt, egal ob vor strenger Lehrerin oder strengen Eltern: wenn auf die schnelle eine gute Ausrede gefragt war, brachte ich nur ein errötetes Stammeln heraus, das mich jedesmal verriet. Nicht so Volkan D. Der ist Torwart der türkischen Nationalmannschaft und von Fenerbahce Istanbul, und der hat das mit den Ausreden raus. Der bleibt da cool, der bleibt locker, der tischt da mal eben seine Version des Geschehenen auf, die ihn von allen Anschuldigungen und Vorwürfen freiwäscht.

Volkan hat nämlich in der Nachspielzeit des Istanbul-Derbies, das man beim Erzrivalen Galatasaray mit 1-0 gewinnen konnte, einen harmlosen langen Ball mal eben mit dem Allerwertesten gestoppt und damit für Aufruhr bei den gegnerischen Fans und der Öffentlichkeit gesorgt:

Jetzt erklärte der Nationaltorwart sein Verhalten:

Fussball ist Show und Entertainment. Und ich wollte in diesem Moment die Leute unterhalten. Ich habe versucht, mich umzudrehen und den Ball mit meinem Rücken zu stoppen. Die Aktion wurde missverstanden. Es war nicht meine Absicht, den Gegner zu verhöhnen. Aber ich entschuldige mich dafür, dass ich für ein solches Missverständnis gesorgt habe.

Wer kann ihm da noch böse sein?

100 Dinge, die ein Fussballer in seinem Leben getan haben sollte, Teil 2

Ich bin im Stress. Hausarbeitsstress, der noch zwei Wochen bis zum Termin der Abgabe andauern wird. Das interessiert aber hier natürlich keinen, das hier ist schließlich ein Fussballblog. Und damit der nicht verkümmert, wird es jetzt wieder Zeit für einen Beitrag meinerseits. Wie gut, dass ich ja schon einige Rubriken geschaffen habe, die mir einen Aufhänger liefern und die es zu füttern gilt. Was nehmen wir heute? Wie wärs denn mit….den 100 Dingen? Ihr wisst schon, 100 Dinge, die ein Fussballer in seinem Leben getan haben sollte. Das nehm ich. Ich hab ja schließlich noch 99 Dinge aufzuzählen. Heute also das zweite Fussballermuss, ich hab auch schon was.

Ich weiß zwar nicht genau warum, doch ein Tunnel ist immer etwas besonderes. Vielleicht liegt es an der Seltenheit und dem hohen Schwierigkeitsgrad, vielleicht auch daran, dass jeder Spieler, der einen Tunnel kassiert, in dem Moment ganz schön hilflos aussieht und dumm aus der Wäsche schaut. Fest steht, ein Tunnel sorgt immer für Aufsehen, egal ob auf der großen Profibühne oder in einem E-Jugend-Spiel, in dem nach solch einer Aktion der Rest der Mannschaft hoch erfreut „Olé!“-Rufe loslässt.

Man kommt sich aber auch ziemlich überlegen und Dem-hab-ichs-aber-gezeigt-mäßig vor, wenn man beispielsweise einem Gegner, der einem heftig zusetzt und in einer schier aussichtlosen Situation an der Eckfahne auf die Pelle rückt, die Kugel durch die Beine schiebt und dann lässig um ihn herumläuft, als wär nichts gewesen.

Irgendwie kommt das doch schon frech. Vielleicht ist es auch deswegen etwas Besonderes. Passend zum Thema hab ich hier einen Tunnel ausgekramt, der das Ganze mit dem Frechsein und dem Dumm-Ausschauen-Lassen und dem Besonderssein des Tunnels besser veranschaulicht als jedes geschriebene Etwas.
Deshalb wars das jetzt auch von mir – Denilson, übernimmst du bitte. Eine Anmerkung noch: bitte auf den Gegenspieler achten, der den Ball unters Stadiondach pfeffern will und wahrscheinlich heute noch schweißgebadet aus den Träumen gerissen wird, angesichts dessen, was anstelle seines Vorhabens passiert. Ich bin raus.

Messi.

Fussball ist Alltag.

Alle Infos, alle Details, Nachrichten, Gerüchte, Spielerporträts, sind heutzutage im Internet in ein paar Sekunden verfügbar, für jeden, den es interessiert.
Bei soviel Fussball werden Ungewöhnliche Dinge schnell zur Normalität, das Unglaubliche zur Gewohnheit. Da ist es mitunter schwer, den Blick für das Wesentliche zu bewahren und jenen als solchen zu erkennen.

Gewöhnt haben wir uns deshalb auch an die Messi-Schlagzeilen. „Messi mit erneutem Hattrick“, „Messi schießt Stuttgart ab“, „Der Zauber-Floh“.

Messi ist überall. In Schlagzeilen, in Torschützenlisten, auf Kindertrikots. Dass die Messi-Mania berechtigt ist, Weiterlesen